Labneh
Labneh ist ein cremiger libanesischer Frischkäse aus abgetropftem Joghurt – seidig, mild-säuerlich und mit nur einer Handvoll Zutaten gemacht. Du brauchst weder eine besondere Technik noch ausgefallenes Equipment, sondern vor allem etwas Geduld. Während der Joghurt langsam seine Molke verliert, entsteht von ganz allein ein streichzarter Genuss, der auf jedem Mezze-Teller glänzt. Wir zeigen dir, wie einfach du diese Spezialität in deiner eigenen Küche zauberst.
Zutaten
|
Joghurt
|
845 ml |
|---|---|
|
Salz
|
2 TL |
|
Olivenöl
|
2 EL |
Zubereitung
Fragen zu Labneh
Du hast den libanesischen Frischkäse noch nie selbst zubereitet? Dann kann es sein, dass bei der Zubereitung Fragen aufkommen. Aber keine Sorge, denn wir beantworten sie dir! Damit dir dein selbst gemachter libanesischer Frischkäse auf Anhieb gelingt, haben wir die wichtigsten Antworten für dich zusammengetragen. So weißt du genau, worauf es ankommt – von der Joghurtwahl bis zum perfekten Serviervorschlag.
Ist Labneh Käse oder Joghurt?
Labneh liegt genau zwischen beidem. Er entsteht aus Joghurt, bekommt durch das lange Abtropfen der Molke aber eine feste, frischkäseartige Konsistenz. Deshalb wird er oft als libanesischer Frischkäse bezeichnet, obwohl er ohne Lab und ohne klassische Käseherstellung auskommt.
Woher stammt Labneh ursprünglich?
Labneh ist tief in der Küche des Nahen Ostens verwurzelt und besonders im Libanon ein fester Bestandteil des Frühstücks und der Mezze-Kultur. Von dort hat sich die Spezialität über die gesamte Levante verbreitet und ist heute weit über die Region hinaus beliebt.
Was ist Za'atar und warum passt es so gut?
Za'atar ist eine orientalische Gewürzmischung aus getrocknetem Thymian oder Oregano, Sumach und gerösteten Sesamkörnern. Die Kombination aus herb, säuerlich und nussig bildet einen wunderbaren Kontrast zum milden, cremigen Labneh und gehört für viele einfach dazu. Du kannst beim Würzen aber kreativ werden und musst dich nicht strikt an das klassische Rezept halten.
Wozu kann ich Labneh servieren?
Der libanesische Frischkäse ist äußerst vielseitig. Klassisch genießt du ihn mit warmem Fladenbrot, Oliven und frischem Gemüse als Teil eines Mezze. Genauso gut funktioniert er als cremiger Dip zu gegrilltem Gemüse, als Topping für herzhafte Pfannengerichte oder als Aufstrich. Je nach Verwendung kannst du ihn unterschiedlich würzen und auch die Konsistenz entsprechend anpassen, indem du die Abtropfzeit verlängerst oder verkürzt.
Welcher Joghurt eignet sich am besten?
Am besten gelingt der Klassiker mit vollfettem Naturjoghurt ohne zugesetzte Bindemittel. Je höher der Fettanteil, desto cremiger und seidiger wird das Ergebnis. Fettarme Sorten lassen sich zwar ebenfalls verwenden, werden aber schnell etwas körnig in der Textur.
Ein libanesisches Wunder mit drei Zutaten
Labneh ist eine der einfachsten Freuden des Lebens: zwei bescheidene Zutaten, die sich innerhalb von 24 Stunden wie von Zauberhand in einen üppigen, cremigen und würzigen Käse verwandeln. Dieses überraschend vielseitige Gericht ist deine neueste Ergänzung zum Frühstück, Mittag- und Abendessen und jedem Snack dazwischen.
So gelingt dir cremiger Labneh garantiert
Mit ein paar einfachen Kniffen verwandelst du dein Labneh-Rezept von gut zu wirklich hervorragend. Es kommt vor allem auf den richtigen Joghurt, die passende Abtropfzeit und das geschickte Würzen an. Diese drei Stellschrauben hast du jederzeit selbst in der Hand – und genau hier entscheidet sich, wie seidig und aromatisch dein Ergebnis am Ende ausfällt.
Den richtigen Joghurt wählen
Vollfetter Naturjoghurt ist die Basis für einen besonders cremigen libanesischen Labneh-Frischkäse. Magere Varianten verlieren beim Abtropfen zu viel Substanz und werden eher körnig als seidig. Achte außerdem darauf, dass der Joghurt keine zugesetzte Stärke oder Bindemittel enthält, denn die stören das gleichmäßige Ablaufen der Molke. Ein reiner, gut gekühlter Joghurt liefert die zuverlässigste Grundlage. Verwende eine frische Packung, die zuvor noch nicht geöffnet wurde, für das beste Ergebnis.
Die Konsistenz über die Abtropfzeit steuern
Die Abtropfzeit ist dein wichtigster Hebel, wenn du köstlichen Labneh selber machen möchtest. Nach rund 12 Stunden erhältst du einen weichen, löffelbaren Joghurt-Dip auf libanesische Art, ideal zum Dippen mit Fladenbrot. Lässt du ihn 24 Stunden ziehen, wird die Masse so fest, dass du sie zu kleinen Labneh-Balls rollen kannst. Probiere zwischendurch ruhig die Konsistenz – so findest du genau den Punkt, der dir am besten schmeckt und am besten zur geplanten Verwendung passt.
Mit Za'atar und Olivenöl abschmecken
Za'atar, die typische Gewürzmischung aus Thymian, Sumach und Sesam, ist der klassische Begleiter und verleiht dem milden Frischkäse eine würzig-nussige Tiefe. Ein großzügiger Schuss fruchtiges Olivenöl rundet alles ab und macht den Labneh schön glänzend. Wer mag, gibt noch frische Minze, geröstete Pinienkerne oder eine Prise Chiliflocken dazu. Hier kannst du ganz nach deinem Geschmack entscheiden, wie stark du den Frischkäse würzen möchtest, und auch bei der Auswahl der Gewürze und Kräuter kannst du gerne kreativ werden.
Labneh – eine seidige, cremige libanesische Beilage
Während der Ursprung von Labneh nicht ganz sicher ist, ist die Tradition, Käse aus gesiebtem Joghurt herzustellen, im Libanon Jahrtausende alt. Heute ist es fast unmöglich, eine Meze-Platte in der Region zu finden, die diese seidige und wunderbar cremige Beilage nicht enthält.
Wie man hausgemachten Labneh serviert
Traditionell wird er in eine Schüssel gelöffelt, mit etwas Olivenöl beträufelt, mit Za'atar (einer Kräutermischung aus Oregano, Sumak, Sesam und Salz) belegt und als Dip mit warmem Fladenbrot serviert. Es ist jedoch unglaublich vielseitig und kann auf Sandwiches gestrichen, als Snack oder Salatzutat zu Bällchen gerollt oder als leckeres Frühstück oder Dessert mit Fruchtkompott belegt werden.
Labneh in weiteren Rezepten genießen
Labneh mit Za'atar schmeckt pur, lässt sich aber wunderbar in größere Gerichte einbinden. Auf einem Mezze-Teller mit Oliven und Fladenbrot kommt er klassisch zur Geltung, als cremiges Topping macht er aber auch herzhafte Gerichte besonders. Lass dich von unseren Hirsepuffern mit Spinat-Möhren-Labneh inspirieren oder probiere ihn als Aufstrich in unserem Paratha Sandwich mit Labneh. Wer es süß mag, kombiniert ihn mit fluffigen Pfannkuchen und etwas Honig.