Pressemitteilung

Arla macht im Bio-Segment den nächsten Schritt und führt einen neuen Bio-Standard ein

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Viby/Dänemark & Düsseldorf 18.10.2021. Arla Foods, der weltweit größte Hersteller von Bio-Milchprodukten, stärkt sein Bio-Angebot. Die europäische Molkereigenossenschaft erhöht ihren Bio-Standard und führt für die Bio-Milchproduktion in vier Bereichen elf neue Kriterien ein, um den Verbraucher:innen in einer zunehmend wettbewerbsorientierten Kategorie ein zukunftsfähiges Angebot zu präsentieren.

Mit dem neuen Bio-Standard wird Arla in vier Bereichen Maßnahmen umsetzen, die über den bisherigen Arla Bio-Standard und den EU-Standard hinausgehen: Klima, Biodiversität, Bodengesundheit und Tierwohl. Die Arla Bio-Landwirt:innen werden in diesen vier Bereichen künftig eine Führungsrolle einnehmen und können damit einen positiven, messbaren Einfluss ausüben. Diese Bereiche sind nicht nur für Arla wichtig, um den Herausforderungen der Milchwirtschaft zu begegnen, sondern stoßen auch bei Verbraucher:innen auf große Resonanz. Denn Fakt ist: Für sie wird es immer bedeutender, unter welchen auch ethischen Gesichtspunkten die Produkte hergestellt werden.

Bodengesundheit und Biodiversität als Fokus-Bereiche
Noch in diesem Jahr werden die europaweit mehr als 900 Bio-Landwirt:innen der Molkereigenossenschaft – fast 100 davon in Deutschland – mit den neuen Bio-Kriterien arbeiten. Dabei stehen Biodiversität und Bodengesundheit ganz besonders im Fokus (siehe auch Meldung vom 20.09.2021). Im Bereich der Biodiversität werden die Arla Bio Landwirt:innen einmal jährlich ihre entsprechenden Maßnahmen selbst bewerten und erfassen. So können wertvolle Daten erhoben werden. Um der Bodengesundheit der Betriebe auf den Grund zu gehen, werden die Land:wirtinnen Bodenproben nehmen, die von einem externen Labor analysiert werden. Die Ergebnisse dieser Analyse bilden dann die Ausgangsbasis für die Bewertung des Kohlenstoffgehalts in den Böden der Betriebe. Außerdem stellen die Bio-Landwirt:innen sicher, dass in ihren Betrieben eine Reihe von Maßnahmen für die Bodengesundheit und die Biodiversität vorhanden sind. Und sie haben Zugang zu einem Maßnahmenkatalog, der Informationen darüber enthält, wie Verbesserungen gemessen und gesteuert werden können. Ab 2022 werden die Bio-Landwirt:innen im Rahmen von jährlichen Eigenkontrollen auch Indikatoren für die Bodengesundheit bewerten, wie zum Beispiel das Testen des Bodengeruchs und die Anzahl vorhandener Regenwürmer.

In Sachen Klimaauswirkungen wollen die Arla Bio-Landwirt:innen das Ziel einer CO2e-Reduzierung um 30 Prozent pro Kilogramm Milch auf den Höfen zwei Jahre früher als bisher vorgesehen erreichen; bereits im Jahr 2028 anstelle 2030. Außerdem werden die Betriebe vollständig auf Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen umstellen. Im Bereich Tierwohl werden die Arla Bio-Landwirt:innen unter anderem die Mindestanzahl der Tage, an denen die Kühe auf der Weide stehen, von 120 auf 150 Tage pro Jahr erhöhen.

„Wir setzen auf die Stärken der ökologischen Landwirtschaft und auf die großartige Arbeit unserer Bio-Landwirt:innen und machen die Bio-Kategorie so noch zukunftsfähiger. Die Einführung der neuen Bio-Kriterien ist nicht nur wichtig, sie kommt aufgrund der derzeitigen Marktdynamik auch zum genau richtigen Zeitpunkt. Für die Entwicklung der Kriterien waren auch die Wünsche der Verbraucher:innen ausschlaggebend. Dabei wurde schnell klar, dass wir uns insbesondere durch die Förderung der Bodengesundheit und der Biodiversität deutlich abheben können. Diese Bereiche stoßen nicht nur bei den Verbrauchern auf zunehmendes Interesse. Sie stehen auch im Mittelpunkt einer ökologischen Milchwirtschaft“, erklärt Peter Giørtz-Carlsen, Executive Vice President und Europa-Vorstand von Arla Foods. „Wir sind von unserer Bio-Agenda voll und ganz überzeugt. Angetrieben von der Farm-to-Fork-Strategie der EU führen wir die Bio-Kategorie mit diesem nächsten Schritt in die Zukunft.“

Untersuchung regenerativer Methoden in der Landwirtschaft für Milchbetriebe
Indem sie die Biodiversität und die Bodengesundheit fördern, spielen die Arla Bio-Landwirt:innen ebenfalls eine wichtige Rolle bei der von Arlas Landwirt:innen kürzlich eingeführten Untersuchung regenerativer, landwirtschaftlicher Methoden. Die Daten, die die Landwirt:innen aus der Messung des Kohlenstoffgehalts in ihren Böden sowie aus der Erfassung von Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität gewinnen, werden dazu beitragen, dass Arla ein umfassenderes Verständnis von regenerativen Methoden erlangt. Derzeit gibt es nur sehr wenige wissenschaftliche Beispiele für regenerative Methoden, die auf europäischen Milchviehbetrieben angewandt werden und an denen sich die Landwirt:innen orientieren können. Arla möchte dazu beitragen, diese wichtige Datenlücke zu schließen und die Erfahrungen und das Wissen seiner Landwirt:innen nutzen.

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Die elf neuen Kriterien, die alle Arla Bio-Landwirt:innen im Jahr 2021/2022 umsetzen werden:

Bodengesundheit:

  • Eine Bewertung des Kohlenstoffgehalts im Boden, um eine Ausgangsbasis für die Messung weiterer Verbesserungen des Kohlenstoffgehalts im Boden zu schaffen. Die Bodenproben werden von einem externen Labor unter anderem auf folgende Kennzahlen untersucht: organische Substanz, organischer Kohlenstoff, Gesamtkohlenstoff, Gesamtstickstoff und das Kohlenstoff-Stickstoff-Verhältnis.
  • Es müssen mindestens 5 von 22 Maßnahmen zur Bodengesundheit in den Betrieben vorhanden sein. Diese sind in einem speziell zu diesem Zweck erstellten Maßnahmenkatalog zu finden, zum Beispiel Bodendecker, höhere Grasanteile und reduzierte Bearbeitung.
  • Ab 2022: Jährliche Eigenkontrolle von Indikatoren für die Bodengesundheit, wie etwa das Testen des Bodengeruchs und die Anzahl von Regenwürmern.

Biodiversität:

  • Jährliche Eigenkontrolle und Erfassung der Maßnahmen zur Erhaltung der Biodiversität, zum Beispiel blütenreiche Lebensräume für Bestäuber schaffen, Vegetation auf Teilen des Landes natürlich wachsen lassen, Hecken pflanzen und blühen lassen.
  • Es müssen mindestens 7 von 33 Maßnahmen zur Erhaltung der Biodiversität in jedem Betrieb vorhanden sein. Diese sind in einem speziell zu diesem Zweck erstellten Maßnahmenkatalog zu finden, zum Beispiel Blühstreifen, Hecken oder natürliche Grünlandflächen.

Klima:

  • Teilnahme am Arla Klimacheck-Programm zur Reduzierung des CO2e-Fußabdrucks des Betriebs.
  • Arlas Ziel einer CO2e-Reduzierung um 30 Prozent pro Kilogramm Milch auf den Höfen weiter beschleunigen; Zielerreichung bereits im Jahr 2028 anstelle 2030.
  • Vollständig auf Ökostrom aus erneuerbaren Energiequellen (Wind, Solar, Biogas, Wasserkraft) umstellen.

Tierwohl:

  • Die Mindestanzahl der Tage, die die Kühe auf der Weide stehen, von 120 auf 150 Tage pro Jahr erhöhen.
  • Allen Tieren ab einem Alter von sechs Monaten Zugang zu Kuhbürsten ermöglichen – die Mindestanforderung ist eine Bürste pro 50 Tiere bzw. eine Bürste pro Melkroboter.
  • Bis Herbst 2024: In den europäischen Gebieten, in denen die Anbindehaltung von Kühen noch erlaubt ist und praktiziert wird, auf ein System ohne Anbindehaltung umstellen.

Quelle: Danish Agriculture & Food Council, Organic Milk Report 2020.

Arla Foods ist eine europäische Molkereigenossenschaft und gehört den rund 9.400 Arla Landwirt:innen aus Deutschland, Belgien, Dänemark, Großbritannien, Luxemburg, Schweden und den Niederlanden. Das Unternehmen mit rund 20.000 Mitarbeitern erwirtschaftete 2020 einen globalen Umsatz von 10,6 Mrd. Euro. Arla Produkte werden weltweit unter bekannten Markennamen wie Arla®, Castello®, Lurpak® und Puck® in mehr als 100 Ländern der Erde vertrieben. Das Unternehmen ist der weltweit größte Hersteller von Molkereiprodukten in Bio-Qualität. In Deutschland ist Arla Foods mit starken Marken wie Arla Buko®, Arla® Skyr und Arla Kaergarden® vertreten. Deutschland gehört zu den sechs Kernmärkten des Unternehmens. Hierzulande gehört Arla Foods zu den Top Fünf der Molkereibranche und beschäftigt rund 1.750 Mitarbeiter in zwei großen Milchwerken und der Deutschland-Zentrale in Düsseldorf. Etwa 1.570 deutsche Genossenschaftsmitglieder beliefern die Werke mit Milch.

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Markus TeubnerHead of Media Relations / Pressesprecher

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Kasper Thormod NielsenLeiter Unternehmenskommunikation und Nachhaltigkeit

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