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Tajine

1 Std.
Tajine

Wenig schmeckt so nach Urlaub wie eine Tajine, die stundenlang sanft vor sich hin schmort. In dem charakteristischen Tontopf mit dem hohen, kegelförmigen Deckel werden zartes Lammfleisch, getrocknete Aprikosen und eine warme Gewürzmischung zu einem aromatischen Eintopf. Dieses marokkanische Gericht ist einfacher, als es aussieht – und füllt deine Küche mit einem Duft, der schon beim Kochen Vorfreude weckt.

Zutaten

Gewürfeltes Lammfleisch (Schulter, Keule oder Nackenfilet)
500 g
Knollensellerie
200 g
Karotte
150 g
Gelbe Zwiebel
1
Knoblauchzehen
2
Frische rote Chili
½
1 EL
Salz
1½ TL
Schwarzer Pfeffer
½ TL
Zimtstangen
2
Gemahlener Kardamom
½ TL
Gemahlener Koriander
½ TL
Tomatenmark
2 EL
Wasser
500 ml
Getrocknete Aprikosen
100 g
Getrocknete Rosinen
75 g

Zum Servieren

Joghurt (natur)
200 ml
Couscous
2000 ml

Zubereitung

  • Wurzelgemüse, Zwiebel und Knoblauch schälen und in grobe Stücke schneiden. Chili entkernen und fein hacken.
  • Arla Kærgården® Butter & Rapsöl in einen großen Topf geben und Fleisch und Zwiebel anbraten. Chili, Salz und Gewürze dazugeben.
  • Tomatenmark und Wasser unterrühren und zum Kochen bringen. Senke die Hitze, decke den Topf mit einem Deckel ab und lass den Topf unter gelegentlichem Rühren etwa eineinhalb Stunden kochen.
  • Füge die Trockenfrüchte hinzu und koche alles weitere 30 Minuten, bis das Fleisch zart auf der Zunge zergeht. Mit einem Klecks Joghurt und Couscous servieren.
  • Guten Appetit!

Fragen zu Tajine

Rund um das beliebte marokkanische Schmorgericht tauchen immer wieder dieselben Fragen auf – vom passenden Topf bis zur fleischlosen Variante. Wir haben die häufigsten für dich zusammengetragen.

Gibt man Wasser in den Deckel einer Tagine?

Nein, das Loch an der Oberseite des kegelförmigen Deckels dient dazu, während des Kochvorgangs Dampf abzulassen. Wasser (oder Brühe) wird normalerweise als letzter Schritt des Rezepts in den Topf gegeben.

Wie verhindert man, dass eine Tajine Risse bekommt?

Der Trick ist zweifach. Stelle zunächst sicher, dass du deinen Topf rechtzeitig einweichst (mindestens 2 Stunden, idealerweise 24 Stunden vor dem Gebrauch). Der zweite Trick besteht darin, ihn niemals hoher Hitze oder plötzlichen Temperaturschwankungen auszusetzen. Halte deine Brennereinstellung niedrig oder, wenn du einen Ofen verwendest, halte dich an Temperaturen unter 160 °C. Vermeide auch, kalte Flüssigkeiten oder Zutaten zu einer heißen Tajine hinzuzufügen und umgekehrt.

Wie heiß sollte mein Backofen sein?

Die beste Temperatur liegt bei höchstens 160°C. Denke daran, deinen kalten Topf immer in einen kalten Ofen zu stellen (und umgekehrt), um eine allmähliche Erwärmung zu gewährleisten und Risse zu verhindern.

Musst du eine Tajine jedes Mal einweichen, wenn du sie benutzt?

Die kurze Antwort lautet ja. Die minimale Einweichzeit für glasierte und unglasierte Tontöpfe beträgt 2 Stunden vor dem Gebrauch. Ideal sind allerdings 24 Stunden.

Muss ich für eine Tajine unbedingt einen passenden Topf kaufen?

Nein. Der traditionelle Tontopf gibt dem Gericht zwar seinen Namen und sein typisches Schmorklima, doch ein schwerer Schmortopf oder ein gusseiserner Bräter mit gut schließendem Deckel funktionieren ebenso. Wichtig ist, dass die Hitze gleichmäßig verteilt wird und der Deckel den Dampf im Topf hält. Wer regelmäßig Tajine kocht, wird den Tontopf aber schnell schätzen lernen – er hält die Hitze besonders gleichmäßig und gibt dem Gericht eine authentische Note, die schwer zu ersetzen ist.

Wie kann ich eine vegetarische Tajine zubereiten?

Für ein vegetarisches Tajine-Rezept ersetzt du das Lamm einfach durch festkochendes Gemüse wie Karotten, Kürbis, Zucchini und Kichererbsen. Die Gewürze und die Garmethode bleiben gleich, nur die Garzeit verkürzt sich auf etwa 40 Minuten, damit das Gemüse bissfest bleibt. Für mehr Protein und Sättigung kannst du zusätzlich rote Linsen einrühren, die beim Schmoren aufquellen und der Soße gleichzeitig eine angenehm sämige Konsistenz verleihen.

Welches Fleisch eignet sich am besten für eine marokkanische Tajine?

Lammschulter ist der Klassiker, weil sie beim langen Schmoren besonders zart wird. Genauso gut gelingen jedoch Tajine-Rezepte mit Hähnchen oder Rindergulasch. Wähle immer ein Stück mit etwas Bindegewebe – mageres Filet wird beim Schmoren schnell trocken.

Warum schmore ich die Zutaten bei so niedriger Hitze?

Die niedrige Temperatur ist das Geheimnis hinter dem zarten Ergebnis. Bei sanfter Hitze löst sich das Bindegewebe langsam auf und das Fleisch zerfällt fast von selbst. Zu starke Hitze würde die Soße verkochen lassen und das Fleisch zäh machen.

Kann ich dieses Tajine-Rezept auch im Backofen zubereiten?

Ja, der Backofen ist eine hervorragende Alternative für unglasierte Tontöpfe, die auf Induktionsherden nicht funktionieren. Heize den Ofen auf etwa 160 bis 170 °C vor und stelle den Topf auf die mittlere Schiene. Die gleichmäßige Rundhitze des Ofens schont den Tontopf und sorgt für ein besonders sanftes Schmorergebnis. Die Garzeit bleibt im Backofen ungefähr so lang wie auf dem Herd – plane auch hier eineinhalb bis zwei Stunden für Fleischgerichte ein.

So gelingt deine Tajine garantiert

Eine gute Tajine lebt von Geduld und der richtigen Vorbereitung. Mit ein paar Kniffen rund um Topf, Gewürze und Garzeit holst du das volle Aroma aus den Zutaten heraus – egal, ob du das marokkanische Gericht zum ersten Mal kochst oder schon Übung hast. Hier kommen unsere wichtigsten Tipps, damit dein Eintopf so zart und würzig wird, wie er sein soll.

Den Tajine-Topf richtig wässern und einbrennen

Bevor ein neuer Tontopf zum ersten Mal auf den Herd kommt, solltest du ihn wässern. Lege Boden und Deckel über Nacht in kaltes Wasser, damit sich der Ton vollsaugt und beim Erhitzen nicht reißt. Anschließend reibst du das trockene Geschirr innen dünn mit Öl ein und erhitzt es langsam – so verschließen sich feine Poren. Stelle einen unglasierten Topf nie auf große Hitze und nutze bei einem Cerankochfeld immer einen Flammverteiler. Auch nach dem Kochen behandelst du den Tontopf am besten schonend: Lass ihn vollständig abkühlen, bevor du ihn abwäschst, und vermeide scharfe Reinigungsmittel, die den Ton auf Dauer angreifen können. Gut gepflegt entwickelt eine Tajine mit der Zeit eine natürliche Patina, die den Geschmack der Gerichte sogar noch weiter vertieft.

Das perfekte Tajine-Gewürz von Ras el Hanout bis Safran

Den unverwechselbaren Geschmack bringt die Gewürzmischung. Ras el Hanout ist das Herzstück: eine marokkanische Komposition aus oft zwanzig und mehr Komponenten, darunter Kardamom, Nelke, Koriander und Rosenblüten. Dazu kommen Safran für die goldene Farbe und eine warme Note Zimt. Röste die Gewürze immer kurz im Fett an, bevor du Flüssigkeit angießt – erst dann entfalten die ätherischen Öle ihr volles Aroma. Wenn du Ras el Hanout selbst zusammenstellen möchtest, findest du die meisten Zutaten in gut sortierten Supermärkten oder orientalischen Lebensmittelläden. Eine selbst gemischte Variante lässt sich außerdem ganz nach persönlichem Geschmack anpassen – wer es blumiger mag, gibt etwas mehr Rosenblüten hinzu, wer es wärmer möchte, betont Zimt und Kardamom stärker.

Die richtige Garzeit und Hitze treffen

Eine Tajine wird nie gekocht, sondern geschmort. Niedrige Hitze über lange Zeit macht selbst günstige Fleischstücke wie Lammschulter butterzart, weil das Bindegewebe langsam zu Gelatine wird. Der kegelförmige Deckel sorgt dafür, dass aufsteigender Dampf kondensiert und zurück ins Gericht tropft. So bleibt alles saftig, ohne dass du Flüssigkeit nachgießen musst. Widerstehe der Versuchung, den Deckel ständig anzuheben – jedes Mal entweicht wertvoller Dampf und die Garzeit verlängert sich spürbar. Als Orientierung gilt: Lamm und Rind brauchen in der Regel eineinhalb bis zwei Stunden bei sanfter Hitze, Hähnchen ist nach etwa einer Stunde fertig, und eine reine Gemüse-Variante ist oft schon nach 40 Minuten auf dem Punkt.

Zutaten schichten für das beste Ergebnis

Wie du die Zutaten in den Topf schichtest, beeinflusst das Ergebnis mehr, als viele denken. Lege zuerst die Zwiebeln und das Fleisch auf den Boden, damit sie direkt Hitze bekommen und Röstaromen entwickeln können. Das Gemüse kommt obenauf, damit es im aufsteigenden Dampf gart und nicht zerkocht. Oliven, Zitronen und frische Kräuter wie Koriander oder Petersilie gibst du erst gegen Ende dazu, damit ihre Aromen frisch und lebendig bleiben. Wer eingelegte Salzzitronen verwendet – ein klassisches marokkanisches Element –, schneidet sie in Streifen und verteilt sie auf dem Gemüse, wo sie beim Garen ihre intensiv-aromatische Note an das gesamte Gericht abgeben.

Passende Beilagen und weitere Schmorgerichte

Klassisch servierst du die Tajine wie in Marokko mit lockerem Couscous, der die würzige Soße wunderbar aufsaugt – Inspiration dafür findest du in unseren Couscous Rezepten. Wenn du Lust auf weitere langsam geschmorte Gerichte hast, lohnt sich zum Beispiel ein Blick auf unseren würzigen Cajun Gumbo. Die orientalische Küche hat viele köstliche Rezepte zu bieten!

Ein köstlicher Eintopf voller Geschmack

Die Tajine stammt aus dem achten Jahrhundert und ist ein Favorit für leckeres Essen, was sich bewährt hat. Traditionell in einem Steinguttopf gekocht, ist es ein Eintopf, der perfekt für kalte Winternächte, regnerische Tage und alles dazwischen ist.

Ein warmer und leckerer nordafrikanischer Eintopf

Nur wenige Dinge wärmen dich von Kopf bis Fuß wie ein herrlich duftender Eintopf, besonders solche, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden, wie die einst bescheidene Tajine aus Nordafrika. Traditionell mit Fleisch als Star des Gerichts, sind vegetarische und Fischoptionen gleichermaßen beliebte Alternativen.

Die verschiedenen Sorten von Tajine

Glasiert oder unglasiert? Aluminium oder Gusseisen? Sie gibt es in vielen Formen und Größen, und da es kein Richtig oder Falsch gibt, wird dein Erfahrungsniveau höchstwahrscheinlich der entscheidende Faktor sein.

Anfänger: Eine gusseiserne Option ist ein großartiger Ausgangspunkt. Sie bekommen nicht so leicht Risse, brennen nicht so leicht an wie Tonsorten und sind auch die vielseitigsten und langlebigsten.

Dazwischenliegend: Wenn deine Tagine etwas fortgeschrittener ist, ist ein glasierter Tontopf genau das Richtige für dich. Sie sind weniger anfällig für Risse und Anbrennen und geben dir immer noch das traditionelle Gefühl.

Erfahren: Unglasierte Tontöpfe sind einer der schwierigsten Varianten, aber aus geschmacklicher Sicht lohnt sich die Verwendung. Da der poröse Ton das Aroma von jedem Gericht aufsaugt, wird dein Topf bald zu einer eigenen geheimen Zutat, die unmöglich zu replizieren ist.

Die Magie des Tontopf-Kochens

Das Kochen von Tontöpfen ist bekannt dafür, intensiv schmackhafte Gerichte zu kreieren, die mit der Zeit immer besser werden. Da das poröse Material ein wenig von jedem Gericht aufsaugt, fügt der Topf schließlich jeder Mahlzeit ein ausgeprägtes Geschmacksprofil hinzu. Dazu kommt noch, dass die Zubereitung im Tontopf ziemlich wenig Aufwand erfordert und sehr flexibel ist, kein Wunder also, dass die Steinguttradition wiederbelebt wurde.

Für eine leichte Variante lässt du das Fleisch einfach weg und ergänzt Gemüse wie Kichererbsen, Zucchini und Kürbis. Frisches Fladenbrot ist eine weitere wunderbare Beilage – es lässt sich direkt in die Soße tauchen und macht das Essen zu einem geselligen Erlebnis, das zum Teilen einlädt.

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