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Borschtsch

20 Min. Suppe
Borschtsch

Tiefrot, herzhaft und herrlich wärmend – Borschtsch ist der wohl berühmteste Eintopf Osteuropas. Die kräftige Suppe aus Roter Bete bekommt ihre Tiefe von zartem Rindfleisch, Weißkohl und einer feinen Säure. Ein Klecks Schmand zum Schluss macht jeden Teller cremig. Wir zeigen dir mit diesem Originalrezept Schritt für Schritt, wie der Klassiker bei dir zu Hause gelingt.

Zutaten

Rote Bete
750 g
Gelbe Zwiebeln
Wasser
750 ml
Gemüsebrühe
2 Würfel
Kochsahne, 15 %
250 ml
Salz
1 Prise
Schwarzer Pfeffer
1 Prise

Servieren mit

Hüttenkäse, 1,5 %
250 g
Gehackter Frischer Schnittlauch
5 EL

Zubereitung

  • Rote Bete und Zwiebel schälen und in Scheiben schneiden. In kleinen Portionen in einer Küchenmaschine pürieren.
  • In einen Topf geben, Wasser zugeben und den Brühwürfel hineinbröseln. Die Suppe ca. 5 Minuten kochen. Die Sahne zugeben und zum Kochen bringen.
  • Schmecke sie mit Salz und Pfeffer ab.

Fragen zu Borschtsch

Um den osteuropäischen Klassiker richtig zuzubereiten, sind gute Vorbereitung und Fingerspitzengefühl gefragt. Dabei tauchen immer wieder dieselben Fragen auf. Hier beantworten wir dir die wichtigsten, damit das köstliche Borschtsch-Rezept mit Rindfleisch sicher gelingt – egal, ob du das Originalrezept suchst, dich für die Herkunft interessierst oder eine alternative Variante ausprobieren möchtest.

Was passt gut zu Rote Bete?

Die Kombinationsmöglichkeiten sind endlos: Ziegenkäse, kandierte Walnüsse und Äpfel bis hin zu Fenchel, Rucola und Orange. Dunkle Schokolade und Kaffee passen auch überraschend gut zur natürlichen Süße des Gemüses.

Schmeckt Borschtsch am nächsten Tag besser?

Wie die meisten dickeren Suppen schmeckt auch Borschtsch am nächsten Tag besser. So hat die Suppe Zeit, richtig durchzuziehen, sodass ein noch harmonischeres Ergebnis entsteht.

Wie verdicke ich meinen Borschtsch?

Du kannst entweder mehr pürierte Rote Bete zugeben oder die Suppe länger auf dem Herd köcheln lassen, damit die Flüssigkeit weiter reduziert wird.

Wie macht man Borschtsch weniger sauer?

Echter Borschtsch ist immer sauer. Tatsächlich ist es einer der markantesten Aromen des Gerichts. Wenn es zu überwältigend ist, füge kleine Mengen Zucker hinzu, bis du das perfekte Gleichgewicht erreicht hast, oder eine winzige Prise Backpulver. Je nach Rezept kannst du auch die Menge der verwendeten sauren Zutaten reduzieren.

Was tun bei Rote-Bete-Flecken?

Wie bei den meisten Dingen im Leben ist Vorbeugen immer besser als Heilen. Trage bei der Arbeit mit Rote Bete – die auf natürliche und einfache Weise vor allem Oberflächen und Hände verfärbt – Handschuhe und spülen oder wasche alle Utensilien kurz nach dem Gebrauch. Zum Glück ist das Entfernen der Flecken relativ einfach. Oberflächen können mit grobem Salz bestreut und mit einer halben Zitrone eingerieben werden, während ein Backpulver und eine Wasserpaste deine Hände wieder in ihren Glanz vor der Roten Bete versetzen.

Was ist Borschtsch eigentlich?

Das ist ein herzhafter osteuropäischer Eintopf, dessen charakteristische tiefrote Farbe von der Roten Bete stammt. Die Suppe wird traditionell mit Weißkohl, Kartoffeln, Wurzelgemüse und oft mit Rindfleisch zubereitet und mit einem Klecks Schmand serviert.

Ist Borschtsch ein ukrainisches oder russisches Gericht?

Borschtsch – im Deutschen gelegentlich auch Borsch-Suppe genannt – gilt als Nationalgericht der Ukraine und wurde 2022 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe der Ukraine anerkannt. Die Suppe ist aber in ganz Osteuropa verbreitet, weshalb es auch ukrainische, russische und polnische Varianten in vielen regionalen Arten gibt.

Welche Zutaten gehören nach Originalrezept in klassischen Borschtsch?

Essenziell sind Rote Bete, Weißkohl, Kartoffeln, Karotten, Zwiebeln und Tomatenmark. Für den herzhaften Geschmack sorgen Rindfleisch und eine feine Säure aus Essig oder Zitronensaft. Frischer Dill und Schmand runden den Borschtsch als ergänzende Zutaten beim Servieren ab.

Kann man Borschtsch ohne Fleisch kochen?

Ja. Für die vegetarische Variante ersetzt du die Fleischbrühe durch Gemüsebrühe und lässt das Rindfleisch weg. Bohnen oder getrocknete Pilze geben der Suppe trotzdem ordentlich Substanz, sodass auch der vegetarische Borschtsch perfekt gewürzt und vollmundig schmeckt.

Schmeckt Borschtsch kalt oder warm besser?

Viele schwören darauf, dass er am nächsten Tag besser schmeckt – und tatsächlich verbinden sich die Aromen über Nacht noch intensiver. Die erdige Süße der Roten Bete und die feine Säure harmonieren dann besonders rund – der Eintopf gewinnt an Tiefe und schmeckt aufgewärmt oft sogar am besten.

So gelingt dir der beste Borschtsch

Borschtsch lebt von der perfekten Balance aus erdiger Süße, feiner Säure und einer kräftigen Brühe. Mit ein paar einfachen Kniffen holst du das absolute Maximum aus jeder einzelnen Zutat heraus – von der leuchtenden Farbe bis zur runden Würze. Plane für die Zubereitung ruhig etwas Zeit ein, denn ein guter Borschtsch dankt es dir mit einer unvergleichlichen Geschmackstiefe. Mithilfe unserer Tipps machst du aus deiner Suppe ein traditionelles Gericht, das die köstlichen Noten der osteuropäischen Küche direkt zu dir an den Esstisch bringt.

Die leuchtend rote Farbe bewahren

Rote Bete verliert beim langen Kochen schnell ihr intensives Rot und wird blass oder unappetitlich bräunlich. Das liegt daran, dass der enthaltene Farbstoff Betanin hitzeempfindlich ist. Der Trick: Reibe oder schneide die Rote Bete und dünste sie in einer separaten Pfanne mit etwas Fett an. Beträufle sie dabei frühzeitig mit etwas Essig, Zitronensaft oder einem Schuss Tomatenmark und gib sie erst im letzten Drittel der Kochzeit in den großen Topf. Die Säure stabilisiert das Betanin, sodass dein Borschtsch seine charakteristische, satt rubinrote Farbe behält.

Die richtige Säure finden

Ein klassischer Borschtsch braucht zwingend einen feinen sauren Kontrast zur erdigen Süße des Gemüses. Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt, da die Intensität der Roten Bete variieren kann. Taste dich langsam heran: Beginne mit einem Esslöffel Apfel- oder Weinessig und schmecke die Suppe gründlich ab. Ist dir die Suppe doch einmal zu sauer geraten, gleichst du das einfach mit einer Prise Zucker oder einer fein geriebenen, mehligen Kartoffel aus. Die Stärke der Kartoffel bindet einen Teil der Säure und macht die Konsistenz gleichzeitig wunderbar sämig. Wer den Geschmack noch sanfter mag, gibt zum Schluss einen Schuss frische Brühe oder ein Stückchen Butter dazu.

Borschtsch vegetarisch zubereiten

Du möchtest einen fleischlosen Borschtsch kochen? Das ist überhaupt kein Problem, denn die fleischlose Variante – oft auch als "Fasten-Borschtsch" bekannt – hat eine lange Tradition. Lass das Rindfleisch einfach weg und ersetze die Fleischbrühe durch eine kräftige, selbstgemachte Gemüsebrühe. Um den typischen, herzhaften "Umami-Geschmack" zu erzeugen, kannst du ein paar getrocknete Steinpilze mitkochen oder eine Handvoll weiße Bohnen (vorgegart aus der Dose) hinzufügen. Sie sorgen für Textur, Tiefe und machen den Borschtsch auch ohne Fleisch wunderbar sättigend. Ein großzügiger Schuss Rote-Bete-Saft kurz vor dem Servieren verstärkt zusätzlich Farbe und Aroma.

Das Geheimnis des "Satscharka"

Ein absoluter Geheimtipp für ein Borschtsch-Rezept wie von Oma: Für diesen authentischen Geschmack kommt das sogenannte Satscharka ins Spiel – ein intensives Gewürz-Finish, das traditionell kurz vor dem Ende der Kochzeit in die Suppe eingerührt wird. Hierfür zerdrückst du etwas Speck (für die vegetarische Variante eignet sich weiche Butter oder ein hochwertiges Pflanzenöl) zusammen mit frischem, feingehacktem Knoblauch und einer ordentlichen Portion frischem Dill zu einer feinen Paste. Sobald diese Mischung in den heißen Borschtsch wandert, entfaltet sich ein fantastisches Aroma. Lass den Eintopf danach unbedingt noch mindestens 20 Minuten bei abgeschaltetem Herd ziehen. Noch besser schmeckt er übrigens am nächsten Tag, wenn alle Gewürze perfekt durchgezogen sind. Serviere ihn dann einfach aufgewärmt oder wahlweise klassisch wie bei Oma mit einem großen Klecks saurer Sahne (Smetana).

Borschtsch – Ursprünge

Diese Suppe ist auf vielen polnischen Speisekarten zu finden, kommt ursprünglich aber aus der Ukraine. Das Gericht stammt aus dem 14. Jh. und wurde aus der Not geboren: eine einfache Mahlzeit, die zunächst Stiele und Blätter als Hauptzutaten verwendete. Ende des 19. Jh. waren die Suppe und ihre Varianten auf der ganzen Welt zu finden.

Rote-Bete-Suppe – Dekorationen und Beilagen

Ein cremiger Belag wie Sahne, Joghurt und sogar Hüttenkäse harmonieren sehr gut mit dem natürlich süßen Geschmack der Suppe. Verwende du Kräuter zum Garnieren, um eine weitere Geschmacksdimension hinzuzufügen, unsere Favoriten sind Schnittlauch, Dill und Petersilie. Wie zu jeder Suppe ist Brot eine tolle Beilage. Den besten geschmacklichen Kontrast bieten Roggen-, Sauerteig- oder Weizenbrot.

Was trinkt man zu Rote-Bete-Suppe?

Jeder fruchtige Wein passt gut zum süßen Aroma der Suppe wie ein Pinot Noir (rot) oder Pinot gris (weiß). Zu besonderen Anlässe kannst du die Korken von Prosecco, Cava oder Champagner knallen lassen, eine interessante Kombination, die nicht nur die Aromen verbessert, sondern dem Gericht einen Hauch von Raffinesse verleiht.

Wie man Borschtsch lagert und einfriert

Die Reste werden bis zu zwei Tage im Kühlschrank aufbewahrt. Zum Einfrieren die Portionen in Gefrierbeutel geben, fest verschließen und innerhalb von zwei Monaten genießen.

Weitere herzhafte Klassiker zum Nachkochen

Wenn dich die osteuropäische und herzhafte Küche begeistert, findest du bei uns noch viele weitere passende Ideen. Probiere beispielsweise klassisch russisches Boeuf Stroganoff, unsere knusprigen Langos aus der ungarischen Küche oder wandere geschmacklich noch weiter um die Welt und wärme dich mit einer dampfenden Schüssel Ramen. Für einen geselligen Abend mit Freunden ist außerdem unser cremiges Käsefondue ein echter Genuss.

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