In diesem Leitfaden erfährst du, wann er Saison hat, wie man ihn zubereitet und lagert und was man mit der Schale, den Kernen und dem Fruchtfleisch machen kann. Ob du ihn für ein Blechgericht würfeln oder zu einem cremigen Püree mixen möchtest, hier findest du viele Tipps, die dir dabei helfen.
Was ist Butternuss-Kürbis?
Butternusskürbis (Cucurbita moschata) ist ein mittelgroßer bis großer Winterkürbis mit einer glocken- oder birnenförmigen Form, einer glatten, hellbraunen Schale und einem leuchtend orangefarbenen Fruchtfleisch. Er hat einen süßen, nussigen Geschmack, der dem von Kürbis ähnelt, aber etwas cremiger ist, wodurch er besonders beliebt für herzhafte und süße Rezepte ist.
Der Kürbis gehört wie Kürbisse und Zucchini zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae) und hat eine feste Konsistenz, die beim Kochen weich und cremig wird.
Wann hat der Butternuss-Kürbis Saison?
Butternusskürbis hat im Spätsommer bis Frühherbst Saison und wird normalerweise im späten Frühjahr oder Frühsommer gepflanzt. Seine Hauptsaison ist von September bis März, aber weil er so lange haltbar ist, kann man ihn das ganze Jahr über in den meisten Märkten finden. Wenn du auf der Nordhalbkugel lebst, sind Herbst und Frühwinter die beste Zeit, um ihn am frischesten zu genießen.
Wo kommt der Butternuss-Kürbis her?
Der Ursprung des Butternuss-Kürbisses geht auf die 1940er Jahre in Massachusetts zurück, als ein Mann namens Charles Leggett beschloss, verschiedene Kürbissorten zu kreuzen, um eine Sorte zu züchten, die süßer, kleiner und leichter zu transportieren war. Er hatte Erfolg, und als er ihre Textur als „butterweich” beschrieb, war der Name praktisch schon gefunden.
Obwohl seine Elternart, Cucurbita moschata, seit Tausenden von Jahren von den Ureinwohnern Amerikas angebaut wird, ist genau diese Sorte eine modernere Kreation. Seitdem hat sich der Butternuss-Kürbis weit verbreitet und ist zu einem der beliebtesten Winterkürbisse geworden. In Australien und Neuseeland wird er manchmal auch „Butternut-Kürbis” genannt.
Wie man Butternuss-Kürbis zubereitet
Butternuss-Kürbis gehört zu den Gemüsesorten, die man kaum falsch zubereiten kann, und es gibt so viele Möglichkeiten, ihn zu kochen. Du kannst ihn je nach Vorliebe rösten, dämpfen oder in einen Eintopf geben. Hier sind einige der beliebtesten Zubereitungsarten mit Tipps, wie du jedes Mal das beste Ergebnis erzielst.
Wie man Butternuss-Kürbis röstet
Das Rösten von Butternuss-Kürbis ist die beliebteste Zubereitungsmethode, weil dadurch seine natürliche Süße zur Geltung kommt und er eine fantastische, karamellisierte Note bekommt.
Schritt für Schritt zum Braten:
- Heiz den Ofen auf 190–220 °C vor.
- Schäle den Kürbis und schneide ihn in Würfel oder Hälften (siehe Schneideanleitung unten).
- Die Stücke mit Olivenöl, Salz und Pfeffer vermengen. Für zusätzlichen Geschmack Gewürze wie Paprika, Zimt oder Kreuzkümmel hinzufügen.
- Verteil die Würfel in einer einzigen Schicht auf einem Backblech.
- 30–45 Minuten rösten, dabei nach der Hälfte der Zeit wenden.
Wenn du einen ganzen Butternusskürbis rösten möchtest, schneide ihn der Länge nach in zwei Hälften, entferne die Kerne, würze ihn leicht und röste ihn mit der Schnittfläche nach unten etwa 45–60 Minuten lang, bis er gar ist.
Probier ihn für Suppen und Pürees
Wenn du Butternuss-Kürbis für Suppen oder Pürees verwenden möchtest, schäle und würfle ihn zunächst und koche ihn dann in Gemüse- oder Hühnerbrühe, bis er gar ist. Er eignet sich hervorragend für cremige Suppen und Pürees. Sein Fruchtfleisch wird beim Kochen samtig und hat eine milde Süße, die gut zu warmen Gewürzen wie Zimt, Muskatnuss oder geräuchertem Paprika passt. Probier diese Methode doch mal in unserem Rezept für Butternuss-Kürbis-Suppe aus: . Wenn du was Herzhafteres suchst, probier doch mal Kürbis-Kartoffelsuppe: Da wird er mit Wurzelgemüse kombiniert.
So dämpfst du Butternuss-Kürbis
Schneide den Butternuss-Kürbis in gleichmäßige Stücke und leg sie dann für etwa 10–15 Minuten in einen Dampfkorb über kochendem Wasser, bis sie weich sind. Diese Zubereitungsmethode ist schnell und hilft dem Kürbis, mehr von seinem Geschmack zu behalten als beim Kochen. Sobald er weich ist, kannst du ihn pürieren, in Suppen mixen oder in Muffins und herzhaften Backwaren untermischen.
Butternuss-Kürbis in der Heißluftfritteuse zubereiten
Wenn du wenig Zeit hast, ist die Heißluftfritteuse eine super Option. Einfach den Kürbis schälen und in Würfel schneiden, mit etwas Olivenöl und deinen Lieblingsgewürzen, zum Beispiel Knoblauchpulver, Paprika oder Rosmarin, vermengen. Dann bei 190 °C 15–20 Minuten lang garen und den Korb nach der Hälfte der Zeit einmal schütteln. So bekommst du goldbraune, karamellisierte Ränder und eine weiche, cremige Mitte, und das alles mit kaum Öl. Außen knusprig, innen zart und perfekt zum Servieren in Schüsseln, Wraps oder einfach zum Naschen direkt aus dem Korb. Probier doch mal die Gewürzmischung aus unserem Rezept für gerösteten Kürbis.
Backen mit Butternuss-Kürbis
Um Butternusskürbis zum Backen vorzubereiten, röste oder dämpfe das Fruchtfleisch und püriere oder mixe es dann, bis es glatt ist. Dank seiner natürlichen Süße und cremigen Textur kommt er in Backwaren besonders gut zur Geltung. Püriert sorgt er für Feuchtigkeit und einen subtilen Geschmack, der gut zu Gewürzen wie Zimt, Nelken und Ingwer passt. Verwende ihn anstelle von Kürbis in Rezepten wie unserem Kürbiskuchen oder reibe ihn direkt in den Teig unseres "Pumpkin Pies” (Kürbiskuchen) .
Wie man Butternuss-Kürbis schneidet und schält
Das Schneiden eines Butternuss-Kürbisses kann sich wie ein kleines Workout anfühlen, aber sobald du die Schritte kennst, ist es ganz einfach.
So machst du es sicher:
- Schneide beide Enden ab, damit er flach aufliegt.
- Schäle die Schale mit einem scharfen Gemüseschäler.
- Schneide ihn der Länge nach in zwei Hälften und entferne die Kerne.
- Schneide ihn je nach Rezept in Scheiben oder Würfel.
Kann man die Schale von Butternuss-Kürbissen essen?
Ja, du kannst die Schale von Butternuss-Kürbis essen, wenn er gekocht ist. Ob du sie essen solltest, hängt aber davon ab, welche Konsistenz du magst. Die Schale von Butternuss-Kürbissen bleibt auch nach dem Backen oft ziemlich zäh und ledrig, deshalb schälen viele sie lieber, vor allem wenn sie den Kürbis für Suppen, Pürees oder Aufläufe verwenden. Wenn du die Schale aber essen willst, nimm am besten einen Bio-Kürbis und schrubb ihn vor dem Kochen gut ab, um Schmutz und Rückstände zu entfernen.
Wie man Butternuss-Kürbiskerne zubereitet
Kürbiskerne sind ein toller Snack, also wirf die Kerne nicht weg, wenn du den Kürbis auskratzt. Wie Kürbiskerne sind auch Butternuss-Kürbiskerne essbar und sehr einfach zu rösten, perfekt zum Knabbern oder zum Bestreuen von Suppen, Salaten und Getreidebowls.
So röstest du die Kerne:
Spül die Kerne gut ab, um Fruchtfleischreste zu entfernen.
Trockne sie ab und vermische sie dann mit Öl und deinen Lieblingsgewürzen.
Verteil sie auf einem Backblech und röste sie im Ofen bei 165–200 °C für 10–20 Minuten, wobei du sie nach der Hälfte der Zeit umrührst.
Lass sie abkühlen und bewahre sie dann in einem luftdichten Behälter auf.