Pressemitteilung

Halbjahresbilanz 2019: Arla Foods gewinnt weiter an Dynamik

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Viby/Dänemark & Düsseldorf, 29.08.2019In der ersten Jahreshälfte 2019 herrschte eine seltene Stabilität auf dem sonst so volatilen globalen Milchmarkt. Dies führte zu stabilen vorausgezahlten Milchpreisen an die Genossenschaftsmitglieder in ganz Europa. Die europäische Molkereigenossenschaft Arla Foods konnte den höchsten Milchabnahmepreis der Genossenschaft seit drei Jahren, eine höhere Rentabilität und weiteres Wachstum bei den strategischen Marken erzielen – sowohl im europäischen als auch im internationalen Geschäftsbereich. Das Transformations- und Kosteneinsparungsprogramm Calcium übertraf in allen Geschäftsbereichen die Erwartungen. Hierzulande gehört das Unternehmen zu den Top 5 der Molkereien und ist mit Marken wie Arla Buko, Arla Skyr und Kærgården stark im Einzelhandel vertreten.

Der gesamte Konzernumsatz von Arla Foods ist im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 um 2,0 Prozent von 5,1 Milliarden EUR auf 5,2 Milliarden EUR gestiegen. Der Grund hierfür ist ein um 4,6 Prozent höheres Umsatzvolumen der strategischen Marken und ein Anstieg der Verkaufspreise. Insbesondere Arlas internationaler Geschäftsbereich erreichte ein beeindruckendes mengenbasiertes Wachstum im Markengeschäft von 10,2 Prozent.

Im ersten Halbjahr 2019 erzielte Arla einen Nettogewinnanteil von 2,3 Prozent – gegenüber einem Gewinnanteil von 2,2 Prozent im ersten Halbjahr des Vorjahres. Das Unternehmen erwartet für das Gesamtjahr, einen Jahresüberschuss im Bereich von 2,8 bis 3,2 Prozent zu erreichen.

Arlas Milchabnahmepreis, der die Wertschöpfung pro Kilogramm Milch der Genossenschaftsmitglieder angibt, befindet sich mit 36,1 Eurocent pro Kilogramm Milch auf dem höchsten Niveau seit drei Jahren. Im ersten Halbjahr 2018 lag dieser noch bei 34,7 Eurocent. Der Hauptgrund für diese Steigerung sind die Einsparungen im Rahmen des Transformations- und Kostensenkungsprogramm Calcium, die alle Erwartungen übertrafen.

„Die seltene Stabilität auf dem globalen Milchmarkt hat es Arla ermöglicht, auf der Dynamik, die wir 2018 geschaffen haben, aufzubauen. Im Vergleich zu unseren Konkurrenten konnten wir unsere Wettbewerbsfähigkeit steigern und unsere Rentabilität verbessern. Zudem haben wir unser ehrgeiziges Klimaziel eingeführt, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Wir konzentrieren uns darauf, unsere ambitionierten Ziele für 2019 zu erreichen, gleichzeitig sind wir wachsam und bereiten uns auf alle Unwägbarkeiten in Verbindung mit dem Brexit vor“, so Peder Tuborgh, CEO von Arla Foods.

Positive Umsatzentwicklung in allen Geschäftsbereichen

Arla unterteilt sein Geschäft in zwei Geschäftsbereiche: Europa und International.

Die Umsätze aus Einzelhandel und Foodservice sind in Europa im ersten Halbjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 3.197 Millionen EUR um 1,5 Prozent auf 3.149 Millionen EUR zurückgegangen. Der Hauptgrund hierfür ist die strategische Entscheidung, aus einigen verlustbringenden Eigenmarkenverträgen auszusteigen. Hinzu kommt die negative Währungsentwicklung der Schwedischen Krone.

Dennoch konnte sich der europäische Geschäftsbereich weiterhin auf eine schnelle Skalierung von Erfolgen in ganz Europa fokussieren und ein Mengenwachstum durch Marken von 2,3 Prozent erzielen. Angetrieben wurde dies durch Produktkategorien wie Lactofree, Skyr, Käse und Milchgetränke der Marken Arla® und Starbucks®.

Arlas internationaler Geschäftsbereich erzielte beim Umsatz- und Markenwachstum zweistellige Zahlen. Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2019 um 11,9 Prozent auf 839 Millionen EUR gegenüber 750 Millionen EUR im gleichen Zeitraum des Vorjahres, mit einer guten Entwicklung in allen Regionen. Im selben Zeitraum ist der Umsatz durch strategische Marken um 10,6 Prozent gestiegen.

In Arlas größtem internationalen Markt, dem Nahen Osten und Nordafrika (Middle East and North Africa, MENA), konnte Arla seinen Marktanteil in allen wichtigen Produktkategorien steigern. Die formelle Übernahme des Käsegeschäfts der Marke Kraft® von Mondeléz International im Mai, mit einer Lizenzvereinbarung über 12 Jahre, wird in Zukunft eine große strategische Bedeutung für den Geschäftsbereich International haben.

China, ein weiterer wichtiger internationaler Markt, erreichte bei den Produkten zur Ernährung in den ersten Lebensmonaten (Early Life Nutrition, ELN) und bei Trinkmilch ein Wachstum von 50 Prozent in Bezug auf Menge und Umsatz. Zurückzuführen ist dies auf die kürzlich erfolgte Genehmigung von Arlas ELN-Produkten.

Arla Foods Ingredients (AFI) hat seinen Umsatz im ersten Halbjahr 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13,1 Prozent gesteigert – von 311 Millionen EUR auf 352 Millionen EUR. Der Grund hierfür ist die erfolgreiche Verlagerung von größeren Mengen in die Mehrwert-Proteinsegmente.

Das Tradingsegment – der Rohstoffhandel im Business-to-Business-Bereich – wuchs von 796 Millionen EUR im ersten Halbjahr 2018 um 8,3 Prozent auf 892 Millionen EUR im ersten Halbjahr 2019. Dies ist auf den gestiegenen Wert von Eiweiß zurückzuführen, der sowohl den Wert von Magermilchpulver als auch von Kaseinat-Produkten für die Produktion unterstützt.

Innovative Marken erfüllen die Verbraucherbedürfnisse

Arla konnte über alle Geschäftsbereiche hinweg seinen mengenbasierten Markenanteil steigern und im ersten Halbjahr 2019 bei den strategischen Marken des Unternehmens ein Wachstum von 4,6 Prozent erzielen – im Vergleich zu 3,0 Prozent im Vorjahreszeitraum.

Die Marke Arla® ist ein Schlüssel für das Wachstum des Unternehmens. Sie wies im ersten Halbjahr 2019 ein Mengenwachstum in Höhe von 5,3 Prozent auf. Unterstützt wurde dies durch die Marke Lactofree, die ein Wachstum von 13,5 Prozent erreichte.

Die Kategorie Milchgetränke verzeichnete ein Wachstum von 11,9 Prozent, das insbesondere durch neue Innovationen von Starbucks® erzielt wurde. Im Nahen Osten hat Arla Anfang des Jahres Puck® Squares eingeführt. Im ersten Halbjahr 2019 erzielte die erfolgreiche Marke ein Wachstum von 4,2 Prozent.

Das Mengenwachstum der Buttermarke Lurpak® betrug 1,6 Prozent. Dies ist primär auf den hohen Absatz des innovativen Streichfetts Lurpak® Softest zurückzuführen – trotz seines hohen Preises.

Castello®, die Marke für Käsespezialitäten, wies einen mengenbasierten Rückgang von 4,1 Prozent auf. Dieser beruht hauptsächlich auf einem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld in Europa sowie auf einigen internationalen Märkten.

„Durch innovative Produkte, Markenaktivierung und digitale Inhalte haben wir die Relevanz unserer Marken gesteigert und das Engagement erhöht. Die Verbraucher verlangen vermehrt nach nahrhaften und nachhaltigen Lebensmitteln, daher wird uns unsere ehrgeizige Klimaagenda dabei helfen, die Glaubwürdigkeit der Arla Landwirte zu steigern und unseren Wettbewerbsvorteil auszubauen“, so Natalie Knight, CFO von Arla Foods.

Arla Deutschland: Marken legen zu – Fokus auf Innovation und Nachhaltigkeit

Auch das Deutschland-Geschäft hat sich im ersten Halbjahr 2019 gut entwickelt: „Wir konnten bei zahlreichen unserer wichtigen Markenprodukte erneut zulegen und damit auch die Wertigkeit unseres Gesamtgeschäfts steigern. Auf der Innovationsseite haben wir mit dem Arla Skyr Frucht & Kerne und mit dem Arla Buko des Jahres sonnengereifte Tomate und Hartkäse weitere Produktneuheiten erfolgreich eingeführt. Zudem konnten wir die deutschlandweite Distribution unseres neuen Arla Bio Fruchtjoghurts ausbauen, der komplett auf Zuckerzusatz und andere Zusatzstoffen verzichtet. Das Produktkonzept ist in dieser Form einzigartig auf dem deutschen Markt“, so Markus Mühleisen Deutschland-Chef von Arla Foods.

Bei den Arla Markenprodukten präsentierten sich die Arla Bio Frischmilch mit einem Absatzplus von 30 Prozent und einem gesteigerten Marktanteil gegenüber dem Vorjahreszeitraum sowie Arla Protein mit 26 Prozent Absatzwachstum stark. Auch Arla Skyr konnte seine Position als Nummer Eins unter den Quark-Markenprodukten weiter ausbauen und beim Absatz um 4,2 Prozent zulegen. Im beliebten, großen Frischkäsesegment konnte Arla Buko mit einem Absatzwachstum von 2,8 Prozent als starke Nummer 2 unter den Markenprodukten überzeugen und den Marktanteil leicht ausbauen.[1]

In den ersten sechs Monaten hat Arla auch einen stärkeren Fokus auf Nachhaltigkeit gesetzt. Als eine Maßnahme nimmt Arla seit Frühjahr auch am PRO WEIDELAND Programm des Grünlandzentrums Niedersachsen/Bremen e.V. teil. Ziel des Programms ist es, die Weidehaltung als naturnahe Haltungsform mit ihren positiven Einflüssen auf Umweltschutz, Tierwohl und Biodiversität zu stärken. Das PRO WEIDELAND Gütesiegel ziert seit einigen Monaten die Verpackungen für frische Weidemilch der Arla Regionalmarke HANSANO und informiert damit Kunden über das positive Engagement. Zukünftig sollen unter Hansano, der etablierten Arla Marke für den Norden Deutschlands, auch mehr Produktinnovationen auf den Markt gebracht werden. „Mit Hansano haben wir eine tolle Marke, die in vielen Regionen Norddeutschlands weit verbreitet und beliebt ist. Hier sehen wir mit der neuen Markenpositionierung und neuen Produkten noch viel Potenzial“, so Markus Mühleisen.

Calcium übertrifft alle Erwartungen

Arlas Transformations- und Kosteneinsparungsprogramm Calcium hat im ersten Halbjahr 2019 starke Ergebnisse erzielt: Bei einem Gesamtjahresziels für 2019 von 75 bis 100 Millionen EUR konnten bereits 97 Millionen Euro eingespart werden. Aufgrund der starken Leistung von Calcium bis zu diesem Zeitpunkt erwartet Arla, dass das Programm im Jahr 2019 mindestens zu Einsparungen von 100 Millionen EUR führen wird. Die in der zweiten Jahreshälfte zu erwartenden Einsparungen sind im Vergleich zum ersten Halbjahr allerdings deutlich niedriger.

Das Ziel von Calcium besteht darin, die Kosten um mehr als 400 Millionen EUR zu reduzieren. 300 Millionen EUR sollen über den Milchpreis den Genossenschaftsmitgliedern zukommen, der Restbetrag von mindestens 100 Millionen EUR soll in das Unternehmenswachstum reinvestiert werden.

„Wir befinden uns nun mitten im zweiten Jahr unserer Transformation. Im gesamten Unternehmen haben wir nachhaltige Änderungen in Bezug auf unsere Arbeitsweisen, Ausgaben und Investitionen in unser Geschäft vorgenommen. Die harte Arbeit, die in allen Bereichen von Arla geleistet wird, zahlt sich aus. Wir haben unsere Wettbewerbsfähigkeit wiederhergestellt und unsere Unternehmensleistung verbessert“, so Peder Tuborgh, CEO.

Erwartungen für das Gesamtjahr

Arla hat im ersten Halbjahr 2019 ein starkes Ergebnis erzielt. In der zweiten Jahreshälfte wird sich die Genossenschaft darauf konzentrieren, die Gesamtjahresziele zu erreichen und gleichzeitig den Wettbewerb zu übertreffen. Allerdings gibt es auch externe Faktoren, die sich negativ auf Arlas Erwartungen für das Gesamtjahr auswirken könnten. Die möglichen negativen Folgen eines harten Brexit stellen weiterhin das größte Risiko dar – neben der inhärenten Volatilität des globalen Milchmarktes.

Vor diesem Hintergrund liegt Arlas Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2019 bei 10,2 bis 10,6 Milliarden EUR. Der Nettogewinnanteil für das Jahr 2019 wird voraussichtlich im Zielbereich von 2,8 bis 3,2 Prozent des Umsatzes liegen. Ein „No-Deal“-Brexit könnte sich allerdings negativ auf diese Prognose auswirken.

Die Prognose für das Mengenwachstum durch Marken wurde auf mindestens 3,5 Prozent heraufgesetzt – von den zuvor kommunizierten 1,5 bis 3,5 Prozent. Gründe für die höheren Erwartungen sind der Fokus auf Nachhaltigkeit und Produktinnovationen.

[1] Entwicklung der Arla Marken in Deutschland: Nielsen Market Track, LEH+DM, Volumen, YTD KW 26.2019.

Über Arla Foods

Arla Foods ist eine europäische Molkereigenossenschaft und gehört den rund 10.300 Arla Landwirten aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Großbritannien, Luxemburg, Schweden und den Niederlanden. Das Unternehmen mit rund 19.000 Mitarbeitern erwirtschaftete 2018 einen globalen Umsatz von 10,4 Mrd. Euro. Arla Produkte werden weltweit unter bekannten Markennamen wie Arla®, Castello®, Lurpak® und Puck® in mehr als 120 Ländern der Erde vertrieben. Das Unternehmen ist der weltweit größte Hersteller von Molkereiprodukten in Bio-Qualität. In Deutschland ist Arla Foods mit starken Marken wie Arla Buko®, Arla® Skyr und Kaergarden® vertreten. Deutschland gehört zu den sechs Kernmärkten des Unternehmens. Hierzulande ist Arla Foods das drittgrößte Molkereiunternehmen und beschäftigt rund 1.900 Mitarbeiter in verschiedenen Werken und der Deutschland-Zentrale in Düsseldorf. Weitere Informationen finden Sie unter www.arlafoods.de.

Pressekontakt

Kasper Thormod Nielsen

Kasper Thormod Nielsen

Leiter Unternehmenskommunikation und Nachhaltigkeit, Arla Foods Deutschland

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