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Arla trotzt der Wirtschaftskrise in Europa

23-02-2012 11:00

Arla erzielte 2011 trotz Schuldenkrise in Europa und damit verbundener Kaufzurückhaltung bei den Verbrauchern zweistellige Zuwachsraten sowohl beim Umsatz und als auch beim Milchabnahmepreis für die Genossenschaftsmitglieder – und das, obwohl 80 Prozent von Arlas Geschäftsaktivitäten in Europa liegen.

In einem Jahr, in dem viele Verbraucher in Europa auf die Krise reagierten und Markenprodukte nur noch außerhalb Europas Zuwachsraten erzielen konnten, konnte Arla den Milchabnahmepreis für die etwa 8 200 Genossenschaftsmitglieder in Dänemark, Schweden und Deutschland erheblich steigern. Für jedes abgenommene Kilogramm Milch zahlte Arla einen Milchpreis von 2,80 DKK - 11 % mehr als 2010, als 2,52 DKK ausgezahlt wurden.

Der Umsatz stieg um 12 % auf knapp 55 Mrd. DKK gegenüber rund 49 Mrd. DKK im Jahr 2010. Im Jahr 2011 wurden 1,6 Mrd. DKK mehr an die Genossenschaftsmitglieder ausgezahlt als im Jahr zuvor. Das Nettoergebnis des Konzerns betrug danach 1,311 Mrd. gegenüber 1,268 Mrd. DKK im Vorjahr.

„Angesichts der schwierigen Zeiten ist das ein gutes Ergebnis, vor allem deshalb, weil es uns gelungen ist,  den Milchabnahmepreis für die Genossenschaftsmitglieder fast auf Bestniveau anheben zu können”, sagt Geschäftsführer Peder Tuborgh.

Der Jahresabschluss wurde dem Arla Aufsichtsrat gestern vorgelegt. Über die Gewinnverwendung wird nach Annahme des Jahresabschlusses auf der am 1. März stattfindenden Vertreterversammlung entschieden.

Zuwächse außerhalb Europas
Die Molkereibranche hatte  – wie die meisten anderen Branchen auch –  2011 mit erheblichen Problemen zu kämpfen. Dies trifft insbesondere auf Europa zu, wo sich Schuldenkrise und wirtschaftliche Unsicherheit auf das Kaufverhalten ausgewirkt hatten.

„In wirtschaftlichen Krisenzeiten wenden sich die Verbraucher eher Discountwaren als Markenartikeln zu. Dies hat Einfluss auf unseren Gewinn. Wir konnten aber gleichzeitig eine steigende Nachfrage in außereuropäischen Ländern verzeichnen, was das schwächere Umsatzwachstum in Europa ausgeglichen hat”, sagt Peder Tuborgh.

Arla konnte seine Marktanteile insgesamt gesehen auf den europäischen Märkten halten und neue auf außereuropäischen Märkten hinzugewinnen.

„Wir waren auf neuen Märkten erfolgreich, insbesondere in der MENA-Region, das heißt im Nahen Osten und in Nordafrika, sowie in Russland. Dort konnten wir unseren Marktanteil um 27 bzw. 33 % steigern. Der außerordentliche Erfolg in Deutschland ist auf die Fusion mit Hansa-Milch eG und den Zukauf der Allgäuland-Käsereien zurückzuführen. Dies ist ein wichtiger Schritt auf unserem Weg, auf dem deutschen Milchmarkt eine bedeutende Rolle zu spielen“, sagt Peder Tuborgh.

Globale Marken wachsen weiter
Die Hälfte der Umsatzzuwächse ist auf organisches Wachstum zurückzuführen,  u. a. durch den wachsenden Erfolg der drei globalen Marken Arla, Lurpak und Castello. Der Absatz bei Markenprodukten hat um stattliche 8 % auf einen weltweiten Umsatz von 20,6 Mrd. DKK zugelegt. Die Einführung von Castello als internationale Marke für Qualitätskäse im Jahr 2011 startete mit einem weltweiten Wachstum von 8 % vielversprechend. Die Marke Lurpak konnte einen beeindruckenden globalen Zuwachs von 13 % erzielen.

„Wir hatten im zurückliegenden Jahr ein organisches Wachstum von 6 %. Das ist sehr zufriedenstellend. Dieses Wachstum ist auf allgemeine Preissteigerungen auf europäischen Märkten und Umsatzsteigerungen auf nichteuropäischen Märkten zurückzuführen. Die drei Marken Arla, Castello und Lurpak wachsen schneller als der Unternehmensumsatz insgesamt, was Arlas organisches Wachstum nach oben bewegt. Das macht deutlich, dass sich Arla durch solides Wachstum auszeichnet und Arlas Wachstum qualitativ ist, da es in erster Linie auf strategisch wichtige Produkte mit einem hohen Veredelungsgrad zurückzuführen ist”, sagt Finanzvorstand Frederik Lotz mit Blick auf Arlas Unternehmensstrategie, international auf ausgewählte globale Marken zu setzen.

Erfolgskriterien
In Bezug auf organisches Wachstum gibt es im Unternehmen nur wenige Geschäftsbereiche, die mit Arla Foods Ingredients (AFI) mithalten können. Arla Foods Ingredients ist verantwortlich für Arlas weltweite Produktion von Molke, Molkenprotein und Zutaten für die Lebensindustrie.

„AFI hat mit 2011 ein erfolgreiches Jahr hinter sich gebracht und war einer der ertragreichsten Geschäftsbereiche unseres Unternehmens. Trotz steigender Rohstoffpreise ist es gelungen, neue Produkte auf den Markt zu bringen und den Umsatz um 25 % zu steigern. Dieses Wachstum ist hauptsächlich auf Veredelung zurückzuführen, und vieles deutet darauf hin, dass sich diese Entwicklung 2012 fortsetzt“, sagt Frederik Lotz.

Erwartungen an das Jahr 2012
Arla erwartet, dass sich das Wachstum fortsetzen wird, allerdings nicht ohne Herausforderungen.

„Auch wenn 2011 für uns ein gutes Jahr war, so zeigte sich im letzten Quartal ein gewisser Druck auf die Ergebnisse. Das ist der allgemeinen schlechteren Wirtschaftslage in Europa geschuldet, die sich 2012 fortsetzte. Wir erwarten erhebliche Umsatzsteigerungen und dass unsere Gewinne auf dem Niveau von 2011 liegen werden, wobei der ausgezahlte Milchpreis das Jahr über schwanken wird”, sagt Peder Tuborgh.

„Damit sich die Umsatzsteigerung auch unterm Strich bemerkbar macht, setzen wir alles daran, unsere Effizienz intern zu verbessern. Für den gesamten Konzern wird angestrebt, dass die Umsätze schneller wachsen, als die Aufwendungen. Wir haben schon einiges in diese Richtung erreicht, aber es bleibt noch viel zu tun. Zurzeit sind wir dabei, vereinfachte, besser strukturierte Arbeitsabläufe zu erreichen, und werden entsprechende Maßnahmen im Laufe des Jahres vorstellen können.“

Zu Arlas „Konzernstrategie 2015“ gehört das Ziel, 2015 einen Jahresumsatz von 75 Mrd. DKK zu erreichen. Dieses Ziel wird Arlas Arbeit in den nächsten Jahren prägen.

„Die Konsolidierung des europäischen Molkereimarktes voranzutreiben, gehört zu den Grundpfeilern unserer Strategie. Das steht 2012 und in den kommenden Jahren für uns an oberster Stelle“, sagt Peder Tuborgh.

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