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Arla Foods plant Veränderungen bei Allgäuland

16-11-2011 12:03

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Chancen für Allgäuland liegen vor allem im überregionalen Vertrieb.

Düsseldorf/Viby J, 15. November 2011. Arla Foods plant strukturelle Veränderungen bei der kürzlich übernommenen und damals vor der Insolvenz stehenden Allgäuland-Käsereien GmbH. „Das ist ein erforderlicher Schritt, um die Grundlage für eine wirt-schaftliche Unternehmensentwicklung zu schaffen“, sagt Torben Olsen, Geschäfts-führer Arla Foods Deutschland. „Leider müssen dazu auch die Produktionsstrukturen angepasst werden.“ Dies betrifft insbesondere den Standort Riedlingen. Es ist vor-gesehen, die dortige Produktion stillzulegen. Für die von der Schließung betroffenen rund 100 Mitarbeiter wird gemeinsam mit dem Betriebsrat eine sozialverträgliche Lösung angestrebt. So erhalten die Kollegen das Angebot, sich über eine Transfer-gesellschaft in ein neues Arbeitsverhältnis vermitteln zu lassen. Außerdem wird geprüft, ob einzelne Mitarbeiter an anderen Standorten in der Region eingesetzt werden können.

Der Fokus von Arla Foods bei der Übernahme von Allgäuland liegt auf der Herstellung von Käsespezialitäten. In Riedlingen hingegen wird ausschließlich Standardware produziert. Die zur Verfügung stehenden Milchmengen sollen auf Betriebe konzentriert werden, an denen sich Käsespezialitäten effektiv herstellen lassen. Um die Qualitätsstandards in Riedlingen auf das Niveau von Arla zu bringen, wären extrem hohe Investitionen notwendig. „Die Stilllegung des Standortes ist daher leider unvermeidbar. Wie alle weiteren Maßnahmen dient sie dazu, Allgäuland wieder wettbewerbsfähig zu machen“, erklärt Torben Olsen. „Wenn uns das gelingt, können wir die Mehrzahl der Arbeitsplätze im Unternehmen sichern.“

Neue Märkte bringen Wachstumschancen für Allgäuland
Neben der für das erste Halbjahr 2012 vorgesehenen Stilllegung des Standortes Riedlingen sieht der Maßnahmenplan von Arla Foods Veränderungen in der Vermarktung vor. Der Vertrieb sowie Führungsfunktionen im Marketing werden aus Wangen zur Arla Foods Deutschland GmbH nach Düsseldorf sowie in die Unternehmenszentrale im dänischen Viby verlagert. „So können wir die Stärken von Arla Foods effektiver nutzen, um Produkte von Allgäuland auch deutschlandweit und international zu vermarkten. Darin liegt eine große Chance für Allgäuland“, erläutert Olsen den Vorteil dieser Maßnahme. Die verbleibenden Produktionsstätten in Bad Wörishofen, Kißlegg und Sont-hofen sollen sich künftig stärker auf die Herstellung von Käsespezialitäten konzentrieren. „Wir planen Investitionen, um die Qualität und die Produktionseffizienz an diesen Standorten zu verbessern“, so Olsen.

Allgäuland Frische und Team Pack sind nicht betroffen
Die Allgäuland Frische GmbH sowie die Team Pack GmbH sind von den Restrukturierungsplänen nicht betroffen. Arla Foods hatte erst vor kurzem die damals vor der Insolvenz stehenden Allgäuland-Käsereien GmbH und ihre Beteiligungsgesellschaften übernommen. „Unser Ziel ist es, das Unternehmen im Verbund mit Arla Foods zukunftsfähig aufzustellen und unseren Milch-lieferanten in der Region einen wettbewerbsfähigen Milchpreis auszuzahlen“, sagt Olsen.

Über Arla: Arla Foods amba ist weltweit die viertgrößte Molkereigenossenschaft. Das Fundament der Genossenschaft wurde vor mehr als 100 Jahren gelegt, und im Jahr 2000 erfolgte die Fusion zwischen der schwedischen Arla Gruppe und dem dänischen Unternehmen MD Foods. Anfang 2011 schloss sich die norddeutsche Hansa-Milch der Arla Foods amba an. Arla mit Sitz im dänischen Viby hat insgesamt 7.200 dänische, schwedische und deutsche Landwirte als Anteilseigner. Arla produziert in 13 Ländern und beschäftigt rund 16.200 Mitarbeiter. Die Produkte der Arla werden in mehr als 100 Ländern vertrieben. Das Motto der Arla, einem der größten Anbieter von Bio-Milch weltweit: Der Natur ein Stück näher.